Ende der 1940er Jahre trat ein weiterer kleinerer Hersteller von Registrierkassen auf den Plan: Die beiden vormalig in Ostpreußen tätigen National Mitarbeiter Willy Fritz und Kurt Ziegler gründeten bereits 1946 die Lahn-Registrierkassenfabrik (LRK) in Gießen.

Die LRK baute robuste und zuverlässige Hebelkassen in optisch ganz eigener Bauform, die nur in einigen Details (bspw. Schubladenrollen, Drucktypen) direkte Gemeinsamkeiten zu anderen Kassen wie vor allem älteren National-Konstruktionen aufweisen. Die grundlegende Bauform und besonders die Position des (Kontrollstreifen-)Druckwerkes erinnert jedoch am ehesten an die (deutlich kleineren) Kassen des Herstellers Hannovera. Die Lahn-Kassen haben eine recht voluminöse Schubladenbasis und aufgrund eines massiven Maschinenrahmens aus Gusseisen ein ungeahntes Gewicht.

Schon bald kamen erweiterte Modelle mit angebautem Formulardruckwerk sowie Motorantrieb auf den Markt, ferner eine ungleich kompaktere Version mit Hebel- statt Kurbelantrieb.

Im Verlauf der 1950er-Jahre zog sich Willy Fritz bereits aus dem Unternehmen zurück und übertrug die Geschäfte an Max Matthiesen. Schon wenige Jahre später, 1959, verleibte sich schließlich National die komplette Gießener Kassenproduktion ein und stellte zunehmend auf Buchungsautomaten um, bis im Laufe 1970er-Jahre daraus sogenannte Tischcomputer (etwa in der Größe eines Schreibtisches) wurden . Bis in die 90er Jahre wurden noch sogenannte „Zauberpapier“-Produkte aus einem damals neuartigen, selbstdurchschreibenden Papier im Zweigwerk Leihgestern produziert. Gewissermaßen spannte die Übernahme einen Bogen zu Willy Fritz‘ früherem Engagement bei National.

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